Welches FunnelCockpit Paket passt zu dir? Eine Entscheidungshilfe aus der Praxis

FunnelCockpit Preistabelle mit Standard-, Plus- und Business-Paket im Vergleich für die Paketwahl im Coaching-Business

Fünf Funnels gleichzeitig am Laufen, eine Kontaktliste mit zehntausend Namen, genug Speicherplatz für jedes Video, das du je gedreht hast — brauchst du das wirklich, oder reicht dir gerade ein einziger sauberer Funnel und eine Handvoll Kontakte? Diese Frage bekomme ich in meinem Coaching-Business ständig gestellt, sobald jemand zum ersten Mal auf die Preistabelle von FunnelCockpit schaut. Der Software-Vergleich zwischen Standard, Plus und Business wirkt wie eine reine Budgetfrage.

Ist er aber nicht.

Es geht darum, wie weit deine Automatisierung gerade wirklich reicht, nicht darum, wie professionell ein höheres Paket aussieht. Genau danach entscheide ich das, für mein eigenes Business und für die Coaches, die ich begleite: an zwei harten Zahlen, nicht am Bauchgefühl.

Seit sechs Jahren baue ich Funnels — für mich selbst und für eine Handvoll Kundenprojekte, mit mehreren unterschiedlichen Tools ausprobiert, bevor FunnelCockpit mein Hauptwerkzeug wurde. Keine Marketing-Guru-Nummer, keine Funnel-Hackerin: einfach jemand, der 2020 aus einer ziemlich unschuldigen Kundenfrage heraus lernen musste, wie man einen Verkaufsprozess automatisiert. Meine Melange wird dabei regelmäßig kalt, weil ich mich zu leicht in Preistabellen verliere. Das nur zur Ehrlichkeit.

Das Standard-Paket: Wenn ein einziger Funnel reicht

Das Standard-Paket ist der kleinste Einstieg bei FunnelCockpit, und die Begrenzung auf genau einen Funnel wirkt zunächst nach wenig. Für den Anfang ist das oft die richtige Disziplin: Du baust einen Funnel, der wirklich funktioniert, statt fünf halbfertige nebeneinander. Bis zu 2.500 E-Mail-Kontakte sind im Standard-Tarif enthalten, und für die meisten Coaches in der DACH-Region reicht das erstaunlich lange, solange du nicht gerade mit aggressivem Performance-Marketing hunderte Leads am Tag einsammelst. Wie du überhaupt einen Lead-Magneten baust, der diese Kontakte füllt, ist ein eigenes Thema; entscheidend ist hier nur, dass ein einziger, sauber gebauter Funnel reicht, um zu testen, ob dein Angebot online überhaupt trägt.

FunnelCockpit Dashboard-Warnung zu fast vollem Speicherplatz im Standard-Paket bei der Automatisierung

Der Speicherplatz ist mit 500 MB im Standard-Paket knapp bemessen. Das klingt im Zeitalter von Terabyte-Festplatten nach wenig, reicht aber für ein paar PDFs und komprimierte Bilder auf deinen Landingpages meistens aus. Wer seine kompletten Coaching-Videos dort hosten will, stößt schnell an die Grenze und muss auf externe Player ausweichen. Genau darin liegt der Unterschied zwischen Theorie und Praxis: Du lernst, Dateien zu komprimieren, statt einfach alles ungefiltert hochzuladen. Eine Landingpage konvertiert ohnehin nur dann gut, wenn sie schnell lädt — diese Disziplin ist selten ein Nachteil, sie zwingt dich nur, das Grundprinzip einer konversionsstarken Seite ernst zu nehmen, statt sie mit Video-Ballast zu überladen.

Den Sprung ins Plus-Paket richtig timen

Bei einem Kundenprojekt kam das Standard-Paket an seine Grenzen — nicht wegen der Kontakte, sondern wegen der Struktur. Das Plus-Paket erlaubt bis zu 5 Funnels gleichzeitig, und genau das ist der Punkt, an dem du beginnst, verschiedene Strategien parallel zu testen: einen Funnel für ein Freebie, einen zweiten für die direkte Terminbuchung, vielleicht einen dritten für ein bestehendes Coaching-Angebot. Ab diesem Paket macht auch das integrierte Webinar-Tool richtig Sinn, weil du damit ein automatisiertes Verkaufswebinar in den Funnel einbauen kannst, ohne eine separate Software zu bezahlen. Das Double-Opt-In-Verfahren ist in Deutschland und Österreich rechtlich zwingend, und FunnelCockpit regelt das im Hintergrund sauber mit.

Bevor ich auf eine echte Autoresponder-Sequenz umgestiegen bin, hatte ich für Follow-up-Erinnerungen ein simples Trello-Board — Karten verschieben, Häkchen setzen, hoffen, dass mir niemand durchrutscht. Es hat nicht funktioniert, weil ausgerechnet an stressigen Tagen genau die Karten liegen blieben, auf die es angekommen wäre. Eine Sequenz, die automatisch nachfasst, ohne dass ich jede einzelne Erinnerung von Hand verschieben muss, war am Ende der einzige Weg, der zuverlässig blieb, egal wie voll mein Kalender war.

Wann genau der Wechsel unausweichlich wird, ist selten ein großer Moment. Am Naschmarkt, mit einer Schale Erdbeeren gerade bezahlt, hat mein Handy dreimal hintereinander vibriert, während ich noch zwischen den Ständen stand — drei neue Anmeldungen, die meine Liste über die 2.500er-Grenze des Standard-Pakets geschoben haben. Im Plus-Paket steigt das E-Mail-Kontakt-Limit auf 10.000, und in genau diesem Moment war das Upgrade keine Kür mehr, sondern schlicht notwendig.

Sobald deine Automatisierungen greifen, lohnt es sich, Vertrauen systematisch aufzubauen. Ich habe früh gelernt, wie wichtig es ist, Social Proof in FunnelCockpit einzubauen für mehr Vertrauen im Coaching, was in den flexibleren Vorlagen des Plus-Pakets leichter von der Hand geht als im Standard-Tarif. Ob du dafür lieber alles in einem Tool bündelst oder einzelne Spezial-Tools kombinierst, ist am Ende eine Frage des Frankenstein-Stacks, den du vermeiden willst. Bei mir war genau dieser Wildwuchs an Einzeltools der Auslöser für den Umstieg auf FunnelCockpit. Die grobe Struktur eines Sales-Funnels, also die Abfolge aus Aufmerksamkeit, Angebot und Kaufentscheidung, bleibt dabei über alle drei Pakete hinweg gleich; es ändert sich nur, wie viele davon du parallel betreiben kannst.

Braucht dein Coaching-Business das Business-Paket?

Manche Gurus empfehlen ihren Teilnehmern sofort das Business-Paket — vielleicht wegen der Provision, vielleicht weil es professioneller wirkt. Pragmatisch betrachtet bietet das Business-Paket ein E-Mail-Kontakt-Limit von 25.000 Personen, und für die meisten Soloselbstständigen, mit denen ich arbeite, ist das im ersten Jahr schlicht Overkill.

Coach vergleicht skeptisch die FunnelCockpit Tarif-Optionen Standard, Plus und Business im Software-Vergleich

Dieses Paket ist für Agenturen oder Coaches gedacht, die bereits ein massives Lead-Volumen bewegen; wer nicht täglich hunderte Euro in Werbeanzeigen steckt, wird die 10.000er-Grenze des Plus-Pakets so schnell nicht sprengen. Ich rate meinen Kunden meistens: Bleib so lange wie möglich im kleineren Paket und steck die gesparten 50 oder 100 Euro lieber in eine bessere Kamera oder in hochwertigen Content.

Mein Bekannter Clemens Pfoser, Fotograf und Anbieter eigener digitaler Produkte, hat mich neulich genau das gefragt — und typisch für ihn dachte er dabei eher in Bildsprache als in Kontaktzahlen. Ihm ging es weniger um Limits, mehr darum, ob seine Produktseiten gut genug aussehen. Geholfen hat trotzdem der Blick auf harte Zahlen statt auf Optik: Sein Mitgliederbereich für die Auslieferung der fertigen Produkte, die Zahlungsabwicklung über Digistore24 und ein einfacher Tracking-Pixel zur Messung der Conversion laufen alle problemlos im Plus-Paket — Business brauchte er nicht. Ein Countdown-Timer für zeitlich begrenzte Angebote, den manche Coaches für mehr Dringlichkeit einsetzen, ist außerdem keine Frage des Pakets, sondern der Vorlage, die du wählst.

Die meisten technischen Spielereien, die nur in den höheren Tarifen freigeschaltet sind, brauchst du in der Praxis selten. Ein sauberes Formular, eine funktionierende E-Mail-Sequenz und eine Seite, die am Handy nicht aussieht wie aus den Neunzigern — mehr braucht es meistens nicht. Wenn du zum Beispiel Follow-Up E-Mails automatisieren mit FunnelCockpit nach einem Coaching Gespräch möchtest, reicht dafür das Plus-Paket völlig aus, um diesen Prozess professionell abzubilden.

Meine Faustregel für die Paketwahl

FunnelCockpit ist als deutscher Anbieter in Sachen DSGVO ohnehin von Vorteil, weil die Serverstandorte passen — das erspart bei der rechtlichen Absicherung einiges an Kopfschmerzen. Wie du dabei Kontaktdaten und individuelle Felder für dein CRM anlegst, damit eine Nachricht nicht wie eine anonyme Massenaussendung wirkt, ist über alle drei Pakete hinweg technisch gleich gelöst; der Unterschied liegt, wie gesagt, nur in der Menge.

Meine Faustregel aus der Praxis kommt ganz ohne kompliziertes Punktesystem aus. Wer genau ein Angebot hat und erst einmal testen will, ob Online-Marketing überhaupt etwas für ihn ist, wer unter 2.500 Kontakten liegt und Videos noch extern hostet, kommt mit Standard vollkommen aus. Sobald mehrere Produkte dazukommen oder Webinare als Verkaufshebel dienen sollen, sobald die Liste wächst und die Flexibilität von bis zu fünf Funnels gebraucht wird, ist Plus für die meisten gestandenen Coaching-Betriebe der richtige Sweet Spot. Erst wer eine Agentur führt oder als High-Volume-Coach mehr als 10.000 aktive Kontakte in der Liste hat und dessen Funnels so komplex sind, dass die zusätzlichen Kapazitäten wirklich ausgeschöpft werden, braucht Business.

Renate Stöhr, Ernährungsberaterin und eine der treuesten Leserinnen dieses Blogs, hat mir diese Frage einmal sehr präzise und praxisnah gestellt: nicht "was ist am besten", sondern "ab welcher Kontaktzahl lohnt sich für mich persönlich der Wechsel". Genau diese Frage ist der bessere Ausgangspunkt als jeder Blick auf eine Feature-Liste. Falls du gerade an deinen ersten Schritten sitzt, lohnt sich zusätzlich ein Blick darauf, wie du die Terminbuchung automatisieren kannst, um das ewige Hin-und-Her-Schreiben per E-Mail zu beenden — unabhängig davon, für welches Paket du dich am Ende entscheidest. Ein gutes Zeichen ist es, wenn die Software-Kosten nur einen winzigen Bruchteil dessen ausmachen, was dir die Automatisierung an Zeit zurückgibt. Du musst nicht von Anfang an das große Besteck auffahren; aus einem Paket herauszuwachsen, weil du dafür zu erfolgreich geworden bist, fühlt sich einfach besser an, als von Anfang an dafür zu bezahlen.